So bekommst du automatisch mehr Kunden über deine Webseite

Die eigene Webseite ist bei vielen Trainern und Studios etwas viel zu sehr vernachlässigtes. Sie sind lieber auf den sozialen Medien unterwegs. Damit lassen sie sich zwar viel Zeit totschlagen, aber zum Kunden gewinnen lohnt sich das kaum.

Dabei kann eine Webseite enorm wertvoll sein: sie ist wie ein zusätzlicher Mitarbeiter in deinem Betrieb, der niemals schläft und zuverlässig exakt das macht was er gesagt bekommt. Während du schläfst können Kunden auf dich und dein Angebot stoßen und sich dazu entschließen dein Kunde zu werden – wenn deine Webseite eben das schon kann. Spoiler: Die meisten Webseiten können das nicht.

Es kommt noch besser: Die Inhalte deiner Webseite werden noch über viele Jahre (wenn nicht sogar Jahrzehnte) wertvoll bleiben. Vielleicht wird ab und an mal ein Designwechsel nötig, aber das ist auch nur ein einmaliger Aufwand. Eine gut funktionierende Webseite ist eine Investition, die sich um ein vielfaches bezahlt macht mit einem Strom aus neuen Kunden.

Webseite vs. Facebook Seite

Manch ein Trainer oder Unternehmen hat sogar gar keine Webseite, sondern nur eine Facebook Seite.

Die Facebook Seite von Severin Fraundorfer
Die Facebook Seite von Severin Fraundorfer

Nur eine Facebook Seite, statt einer eigenen Internetseite ist aber eine ganz dumme Idee, weil:

  • Du dein Facebook Publikum ganz schnell verlieren kannst. Facebook kann jederzeit seinen Algorithmus verändern kann (und es schon oft getan hat). Damit kannst du ein Großteil deiner Reichweite über Nacht verlieren. D.h. statt früher 30-50% sehen auf einmal nur noch unter 10% deiner „Fans“ irgendeinen post von deiner Seite.
  • Du kannst eine Facebook Seite kaum anpassen. Auf deiner eigene Seite kannst du fallstudien, testimonials, deine Vorstellung und Kontaktformular einbauen. Ganz zu Schweigen von der Möglichkeit mit deinen potentiellen Kunden via Email Kontakt aufzunehmen wenn sie nicht .
  • Kunden klicken ganz schnell weg – Deine Kunden können jederzeit mit nur einem Klick (wirklich!) bei einem ganz anderen Trainer landen (via weiterer vorgeschlagener Seiten), von einer Benachrichtigung abgelenkt werden oder eine Nachricht von Freunden bekommen. Auf deiner Seite kontrollierst DU was deine potentielle Kunden sehen.
Überall Konkurrenz auf deiner eigenen Facebook Seite
Überall Konkurrenz auf deiner eigenen Facebook Seite

Auf Facebook kann man durchaus Kunden gewinnen – aber viele deiner Konkurrenten sind nur dort weil sie sofortige Bestätigung durch die ganzen Likes bekommen. Das fühlt sich zwar gut an, verschwendet aber nur deine Zeit.

So sieht eine effektive Webseite aus

Hast du schon eine Webseite? Wenn du noch keine Webseite hast, stellst du dir bestimmt folgende Fragen:

  • Wie soll die URL/Domain lauten? (Der Name)
  • Wie bekomme ich so eine Webseite? (Die Technik)
  • Was soll denn jetzt auf die Webseite, damit ich damit Kunden bekomme? (Der Inhalt / „Content“)

Wenn deine Webseite schon online ist, eher diese Fragen:

  • Wie bekomme ich mehr Anfragen von Kunden?
  • Wie bekomme ich mehr Besucher? („Traffic“)
    • Da vor allem: Wie komme ich bei Google auf Platz 1? (am besten für ALLES)

Nachdem die eigene Webseite mal online ist, merkt man dass sich damit noch lange nicht alles erledigt hat. Jetzt fängt die richtige Vermarktung an. Ohne Besucher ist deine Webseite schließlich sinnfrei. Egal wie gut sie ist, egal wie hart du an ihr gearbeitet hast oder wie viel du für sie bezahlt hast – ohne (die richtigen!) Besucher wird sie dir niemals Kunden liefern.

Der Name – Die richtige Domain

Mach es nicht kompliziert. NACHNAMEfitness.de ist immer eine gute idee.

Alternativ deinen ganzen Namen VORNAMENACHNAME.de nehmen (sofern gut buchstabierbar und einprägsam).

Solltest du z.B. „Csíkszentmihályi“ heißen, würde ich eher zu einem Kunstnamen greifen ;).

Wichtig ist hier vor allem, dass:

  • Nicht lauter Bindestriche drin sind und es zu lang wird – wie „Sarah-Schneider-Personal-Training-Stuttgart.de“
  • Du nicht zu spezifisch wirst (NACHNAMEcoaching.de z.b. oder NACHNAMEcoachingberlin.de) – damit versperrst du dir deine weiter Entwicklung oder musst umziehen, falls du mal was anderes als nur Coaching oder Personal Training machen solltest. Genauso auch bei einzelnen Methoden oder Trends wie „Movement“ oder Gewichtheben. Du magst dafür seit 3 Monaten brennen, aber was ist in 3 Jahren?
  • Sie gut auszusprechen ist und du nicht immer aufgrund von ungewöhnlicher Schreibweise alles buchstabieren musst.

Tipp: Benutz ein Tool wie domainr.com um ganz schnell rauszufinden welche Domains noch frei sind.

Domainr überprüfen ob die Domain noch frei ist
Du findest noch beim Tippen raus, ob deine Domain frei ist.

Die richtige Technologie für deine Webseite

Wenn du schon eine Webseite hast und nur wissen willst wie du sie verbessern kannst, dann spring zu diesem Abschnitt.

Deine Webseite besteht aus folgenden 3 Komponenten:

  • Die Domain – Unter welcher Adresse dich deine Kunden finden – also eine „Domain“ also die URL die du oben eintippst bzw. auf die du als Link klickst.URL bzw. Domain im Browser
  • Einen Web(seiten)hoster – praktisch ein Computer in einem Rechenzentrum, der die ganze Zeit angeschaltet ist (im Gegensatz zu deinem privaten Rechner/Laptop). Ich empfehle hier All-Inkl.
  • Ein Content Managment System (CMS) – die Software der Webseite an sich. Was du da am besten benutzt findest du etwas weiter unten raus.

Achtung: Kaufe deine Domain keinesfalls bei deinem Webseitenhoster. Die bieten das natürlich auch an, aber binden dich dann viel zu eng an sich. Bei einem Wechsel wird das unnötig stressig. Deswegen würde ich one.com und 1 & 1 nicht empfehlen als Hoster – eine externe Domain aufschalten geht da nicht.

Selber machen oder einen Profi machen lassen?

Option 1: Du lässt sie von jemandem bauen. Achtung: Das wird teuer oder du musst vernünfig suchen. Wenn du Glück hast, gibt es auch einen zuverlässiger Freund der das für dich machen kann.

Vermutlich reicht schon ein IT/Wing Student oder WordPress Entwickler komplett aus. Du kannst in Facebook Gruppen und über den Fachschaftsrat bzw. die Professoren jemanden finden.

Egal wen du dir holst – du musst dir deren Arbeit anschauen. Nicht nur deren Worte!

Schau dir genau die Webseiten an die die Person schon gebaut hat – so ähnlich gut wird vermutlich auch deine Webseite dann aussehen und funktionieren.

Wenn du wissen willst wie du mit der Person zusammenarbeitest, dann fragst du am besten die Besitzer der gebauten Webseite. Sie werden dir genauer sagen können wie die Zusammenarbeit war. Dann weißt du schon lange bevor du den Auftrag vergibst, was du für das Projekt im Auge behalten musst und wo du ihn/sie machen lassen kannst.

Im weiteren gehen wir mal von Option 2 aus. Falls du dich dafür entscheidest jemand anderen machen zu lassen, lies dir den Rest trotzdem genau durch um zu verstehen was gemacht werden sollte. Am besten gehst du diese Anleitung dann auch mit der Person deines Vertrauens durch zur Entwicklung der Webseite.

Option 2: Du baust sie selber. Das ist günstig (sofern dir deine Zeit nicht so viel Wert ist wie jmd. anders kosten würde) und du kannst auch in Zukunft alles wichtige schnell selber machen.

Am Anfang hast du oft nicht viel Geld UND solltest nicht viel Zeit mit der „perfekten“ Webseite verschwenden. Jetzt ist es vor allem wichtig zu entscheiden mit welcher Software du deine Webseite umsetzt.

Die richtige Software (CMS) für die Webseite

Je nachdem wer du bist und was du willst empfehle ich entweder folgendes:

  • Du bist absolut nicht technisch und willst vor allem etwas ganz schnell hochziehen? Du machst dir nicht so viel daraus, dass du später vielleicht mal umziehen musst? Dann benutz einen Webseiten Baukasten wie Squarespace, Weebly oder Jimdoo. Es lohnt sich kurz vorm Abschluss des abos noch nach Sonderangeboten oder Coupons zu schauen.
  • Du willst etwas möglichst zukunftssicheres? Du willst leicht (und zu günstigen Preisen!) jemanden finden der dir weiterhelfen kann? Nimm WordPress!Das ist auch die günstigste Lösung. Du brauchst nur eine Domain für um die 4-5 € im ersten Jahr (z.B. bei Domainssaubillig.de) – im darauf folgenden Jahre sogar nur ca 2€. Dann noch ein Hoster, wo du zwischen 3 und 8€ pro monat bezahlst.

Was soll jetzt auf deine Webseite? Was ist eine gute Webseite?

Jetzt ist der erste Impuls gleich ein paar andere Webseiten zu kopieren mit „Über Mich“ „Klienten“ „Coaching-Angebot“ usw. als unterseiten.

Großer Fehler!

Deine Webseite muss ein primäres Ziel haben.

  • Sollen die Leute dich cool finden?
  • Willst du deine Lebensgeschichte erzählen?
  • Oder willst du die für dich richtigen Kunden gewinnen?

Konzentrieren wir uns auf letzteres.

Dafür müssen wir uns in deinen Kunden versetzen. Überleg mal wie es dir selber ergangen ist als du zuletzt was gekauft hast oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen hast. Hast du dir im Laden gerne die Lebensgeschichte des Verkäufers erzählen lassen? Nein?

Genauso geht es auch deinen potenziellen Kunden. Du bist egal. Die wollen wissen was sie FÜR SICH bekommen können.

Davon hängt es ganz entscheidend ab ob leute dich kontaktieren.

Das kannst du dir wie einen „Trichter“ vorstellen. Je weniger Besucher du verlierst, desto besser.

Webseite Umsatz (1)

Deine Kunden wollen folgendes wissen

  • Bist du sympathisch/mögen sie dich? (von einem Arschloch kauft man nicht gerne)
  • Lieferst du mehr wert als du kostest? Das zeigst du insbesondere durch Testimonials und konkrete Erfolgsgeschichten deiner Kunden, Aussagen anderer Authoritäten und möglichst viele Beweise (Vorher Nachher Bilder und Videos insbesondere!)
  • Bist du vertrauenswürdig d.h. legst du sie nicht irgendwie rein und schlampst bei der arbeit (hier zählt auch was deine kunden „sagen“ + was andere Trainer sagen. Ganz wichtig: Hol dir das Feedback!Fast jeder Trainer hat mehrere andere Trainer, Ärzte oder Physios in seinem Umfeld, die etwas positives zu sagen hätten. Fragt ob ihr deren ehrliches Feedback bekommen könnt und benutz es um deine potentiellen Kunden von dir zu überzeugen!

Was sollte auf einer guten vs. schlechten Webseite sein?

Allerwichtigste Punkt: Die webseite ist nicht für dich und dein EGO. Sie ist für deine Kunden! Um eine effektive Webseite zu haben, musst alles aus der Sicht des Kunden betrachten – und das ist nicht ein leerer Spruch.

Eine kleine Übung: Geh über eine beliebige Seite (am besten von einem Konkurrenten) – drück strg + f und schaue wie oft “ich”,“wir”,“mein“ oder „unserer“ auftaucht und wie oft “du/sie” oder „dein/ihr“.

  • Ich helfe Ihnen, mit gezieltem Personal Training Muskeln aufzubauen.“

  • „Nach meinen Erfahrungen als Personal Trainer ist der Aspekt Fettabbau eine der häufigsten Problemfelder meiner Kunden.“

Der Kunde will wissen was er von dir kriegt. Wobei hilfst du ihm? Welche Sorgen verstehst du? Nicht inwiefern du mit deiner Arbeit als Personal Trainer dich freust deine Erfüllung gefunden zu haben.

Eine exzellentes Beispiel ist Jascha.io. Das ist allerdings eine Seite für Web Design Consulting für große Blogs – für Personal Training oder Fitnessstudios kenne ich tatsächlich keine einzige wirklich herausragende. Die Webseite von Christopher Diepenbrock macht auch einiges richtig (von mir umgesetzt).

Prozess ist oft:

  • Schickes Design (mit vielen Effekten!) aussuchen
  • Logo Entwerfen lassen
  • Logo verändern lassen
  • Ohje! Logo ist noch nicht Perfekt!
  • Dann kurz vor Schluss lange Biographie („Schon als Kind habe ich mich enorm für Sport begeistert“) und alle Qualifikationen und Zertifizierungen einfügen, die Kunden höchstens überfliegen.
  • Irgendwas schreiben von wegen man würde jedem helfen können bei allen Problemen

Prozess sollte aber eher so sein:

  • Recherche: Sich genau seine Klienten und die erhaltenen Anfragen anschauen (Emails, Facebook und Whatsapp/SMS Nachrichten) – Von welchen Klienten willst du mehr? Welche Anfragen willst du weniger? (weil du denen nicht gut weiterhelfen kannst oder sie dir persönlich unangenehm sind)
  • Analyse: Alles sammeln z.B. in einem Spreadsheet oder Word Dokument und gemeinsame Trends finden. Wie beschreiben sie ihre Probleme weswegen sie zu dir kommen? Was hat sie dazu bewogen JETZT zu dir zu kommen?
  • Umsetzen: Die Texte schreiben – immer überlegen „was will mein Klient wissen?“ (vieles davon steht schon in den ganzen Anfragen die du bekommen hast
  • Webseite bauen: Dann erst mit einem schlichten Template (und gerne auch ohne Logo) das ganze umsetzen
  • Testen: Webseite mehrmals testen:
    • Alleine über alle wichtigen Funktionen gehen (Kontaktformular abschicken, Emailliste abonnieren, Kauf tätigen)
    • Jemanden vor deine Webseite setzen (Goldstern wenn es ein tatsächlicher Klient ist) und bitten die wichtigen Aktionen durchzuführen wie eine Anfrage abzuschicken. Du wirst direkt sehen was noch verwirrend und nervig ist.

So schreibst du überzeugend

Schreib so wie du sprichst!

Dummes Geschwafel wird übersprungen! Was denkst du wenn du folgendes liest?

„Langsam verstand ich, was es heißt, sich unabhängig von materialisierten Konventionen durch die Stadtlandschaft zu bewegen.

Parkour ist seit dem ersten Training eine Passion, die sich ständig weiter entwickelt und mir neue Inspiration gibt. Mit der Zeit habe ich mich trotzdem nach einem noch ganzheitlicheren Training gesehnt und so habe ich mich zunehmend auch in andere Trainingsmethoden wie Grundübungen mit der Langhantel, MovNat und Eigengewichtsübungen eingearbetiet. Mittlerweile ist die Erforschung verschiedenster Formen der Bewegung ein wichtiger Bestandteil meiner täglichen Arbeit.“

Würdest du so einem Freund erklären was du machst und wie du deinen Kunden hilfst? Ich glaube nicht!

Dahinter steckt oft die Angst unprofessionell oder dumm zu wirken – deswegen sind auch viele Unternehmen immer fleißig dabei ihre Kommunikation möglichst gesteltzt und unverständlich zu machen.

Das schreckt deine besten Kunden ab. So wie für die Uni oder die Schule zu Schreiben ist grober Unsinn.

Schreib wie du einem Freund schreiben würdest. Such dir jemanden aus den du magst und dem du weiterhelfen kannst und schreib den Text (hier den Teil der Webseite / die Emails) für diese Person.

Das Ergebnis wird tausend mal besser sein.

Erfolgsgeschichten, die Kunden überzeugen

Gute Erfolgsgeschichten: Martin Berkhan’s Klienten – da fange auch ich an zu sabbern.

Leangains Martin Berkhan Klient
Einer von Martin Berkhan’s Klienten – wer so aussehen will, trägt sich sofort in seine Warteliste ein

Auch Andy Morgan macht in seiner „Result“ Sektion vieles richtig.

Andy Morgans Klienten - die schiere Anzahl an Erfolgsgeschichten zeigt, dass er Resultate liefert und weiß was er tut
Andy Morgans Klienten – die schiere Anzahl an Erfolgsgeschichten zeigt, dass er Resultate liefert und weiß was er tut

Ganz klar zeigen was man bekommt

Entscheidend ist es ganz klar zu zeigen was der Kunde bekommt. Will er als Mann das letzte Fett verlieren? Dann sind Vorher / Nachher Bilder und Berichte von anderen Männern seines Alters genau das richtige.

Muskeln am Po aufbauen? Gute Bilder von einem Hintern vor und nach 3 Monaten Kniebeugen werden überzeugen.

Eine spezielle Übung hinbekommen wie einen Handstand? Dann brauchst du Fallstudien mit echten Klienten – am besten mit vorher/nachher Videos (oder zumindest Fotos). Dass du bereits andere Klienten vom wackeligen Erstversuch zum sauberen Handstand gebracht hast, überzeugt am meisten.

Dein Klient muss sich wiederfinden

Eine 60 jährige wird kaum motiviert werden von den Muskelzuwächsen eines 22 jährigen. Zu recht: Sie hat ganz andere Probleme (Hüftschmerzen, Naschen) als der 22 jährige (isst nicht genug, übertreibt es beim Bankdrücken).

Je näher deine Fallstudien an deinem idealen Klienten sind, desto besser.

Sorgen sind gut

Die Sorgen und Bedenken vor und während des Coachings solltest du keinesfall weglassen! Ganz im Gegenteil: Frag explizit danach und führ das in den Erfolgsgeschichten auch aus! Genau das fragen sich potentielle Klienten von dir schließlich selber.

Wenn sie genau ihre Ängste und Sorgen in den Erfolgen deiner vorherigen Klienten wiederfinden und sehen, dass sie (hoffentlich!) nicht berechtigt waren – umso besser!

Du musst leicht erreichbar sein

Zeig dich! Nicht nur Bilder sondern auch deine Kontaktdaten. Emailadresse und Handy/Festnetznummer sollten am besten auf jeder Seite zu finden sein.

Tipp: Wenn du nicht deine Handynummer angeben willst, kannst du dir eine kostenlose Festnetznummer mit Anrufbeantworter z.b. bei Cospace holen.

Typische Fehler, die dich Anfragen kosten

Eine schreckliche Überschrift

Klassisches Beispiel ist „Herzlich Willkommen auf meiner Webseite!“. Das schadet nicht nur deiner Google Position (oder willst du über diesen Satz gefunden werden?), sondern schreckt vor allem davon ab

Finger weg von Carusels/Image Slidern!

Auf ConversionXL findest du einen detaillierten Artikel darüber.

Ein Design (bei WordPress heißt das „Theme“) mit vielen bunten Effekten.

Bunte sich bewegende Symbole, Bilder und Kundenbewertungen, die durchrotieren, Parallax-Scrolling (Schlimmes Beispiel hier) oder gigantische Bilder ohne jeden Text, sind zwar schick anzusehen, aber helfen deinem Kunden nicht sich für dich zu entscheiden.

Dazu bedeuten sie noch Arbeit – je komplizierter die Animationen und Plugins auf deiner Webseite werden, desto mehr Zeit und Energie wirst du unnötig verlieren weil wieder etwas nach einem Update repariert werden muss.

Je simpler und bewährter desto besser – du willst keinen Sportwagen als Statusobjekt, sondern ein möglichst zuverlässiges Gefährt. Immerhin hängt dein Einkommen davon ab.

Kaputte Links auf deiner Webseite

Unnötige 404 Fehler auf deiner Webseite machen deine Kunden eher misstrauisch.

Unnötige 404 Fehler auf deiner Webseite machen deine Kunden eher misstrauisch
Unnötige 404 Fehler auf deiner Webseite machen deine Kunden eher misstrauisch

Mit Tools wie Brokenlinkcheck.com findest du aber schnell die kaputten Seiten und Links und kannst sie beheben.

Broken Links auf der eigenen Webseite
Hier sieht man z.B. 2 Fehler, die ich direkt beheben konnte.

Fallstudie von Personal Trainer Webseiten

Schau dir die Fallstudien genau an – du wirst am Beispiel viel mehr verstehen als mit bloßen Erklärungen und bestimmt wertvolle Verbesserungen für deine Webseite mitnehmen.

Wiktor Baranowski – Func-Fit.de

„Ich glaube, dass in der eigenen Website ganz viel ungenutztes Potential schlummert. Jeder sollte diesen Bereich des Marketings professionell angehen.“ – Die ganze Fallstudie mit Video

Heiko Eich – Heiko-Eich.de

„Ein bischen was umgesetzt und schon 4 neue Anfragen“- Die ganze Fallstudie mit Video

Andreas Könings – intelligent-personal-training.de

Die ganze Fallstudie mit Video

Raphael Rybarczik – RR-PT.de

Hier findest du eine Kritik mit Verbesserungsvorschlägen zur Webseite vom Personal Trainer Raphael Rybarczik.

Die Startseite

RR PT Webseite

Über Mich Seite:
RR PT Webseite über mich annotiert

Kontakt Seite:RR PT Webseite Kontakt annotiert

Leider auch per Google Suche kaum zu finden, weil der Titel der Seite nicht vernünftig ist! Sowas muss auch immer überprüft werden!

www.rr-pt.de - Google-Suche

Auch bei der direkten Suche nach dem Namen haben wir kaum Glück:

Raphael Rybarczik - Google-Suche

Minimalversion einer Personal Trainer Webseite

Folgende Seiten (oder Bereiche) sollten auf deiner Seite zu finden sein:

  • Startseite – Ziel: Kontaktformular abschicken und/oder in deine Warteliste eintragen
  • Über mich – Ziel: Vertrauen aufbauen
  • Erfolgsgeschichten und Erfahrungsberichte von Klienten – Wie hast du anderen schon geholfen?
  • Impressum

Viel mehr brauchst du nicht!

Minimalversion einer Webseite für ein Fitnessstudio

  • Startseite – hier sollte direkt der Kernwert dargestellt werden. Da es eine Mitgliedschaft in einem Studio ist, müssen hier viele Bilder und evtl. auch Videos sein um z.B. klar zu zeigen:
    • Was gibt es an Ausrüstung?
    • Was für ein Publikum finde ich hier? Fühle ich mich da wohl?
    • Was für regelmäßige Kurse gibt es hier?
    • Wie hilft mir das Studio sonst weiter?
      • Gibt es Events wo ich Gleichgesinnte treffen kann?
      • Workshops die ich machen kann?
  • Über uns/mich – Eine Hintergrundgeschichte damit deinen Kunden dich kennenlernen und eine emotionale Bindung zu dir aufzubauen könenn. Das gleiche auch für dein Personal bzw. deine Trainer.
  • Mitgliedschaft – hier Preise und vor allem welchen Wert man damit bekommt
  • Impressum

Das reicht dann schonmal!

Damit bekommst du mehr Anfragen („Conversion Optimierung“)

Komponenten die auf einer derartigen Landing Page zu sehen sein sollten:

  • Was bekomme ICH hier?
  • Für WEN ist das?
  • Einwände und Sorgen des Kunden ansprechen
  • Von wem kaufe ich? – Bilder von dir beim unterrichten, trainieren usw.
  • Was sagen andere darüber? – Testimonials von anderen Fachkräften, Authoritäten und vor allem deinen eigenen Kunden
  • Häufige Fragen beantworten
  • Den „Call To Action“ – das Ziel, z.B. das Kontaktformular sobald der Besucher dafür bereit ist

Mehr Vertrauen durch Social Proof

Testimonials / Was sagen Andere über dich?

Am besten bekannte Leute – deswegen sind da Prominente hoch im Kurs, aber auch Vertrauenspersonen wie Ärzte oder Professoren. Wen deine Kunden aber vergöttern oder für vertrauensvoll halten, hängt ganz von deinem Publikum ab!

Logos von bekannten Organisationen

Mitglied in Vereinigungen zu sein, die im besten Fall den Kunden vertraut sind, wird kaum schaden. Wichtig aber: das gilt natürlich nicht wenn es eine MLM Firma ist, mit der dein Kunde schon – zu recht – schlechte Erfahrungen gemacht hat. Wenn du MLM Müll verkaufst bist du hier auch ganz falsch – klick den „zurück“ button. Ziehe keine 2000 € ein.

Medienauftritte – „Bekannt aus“

Diese Logos von Organisationen bei denen du aufgetreten bist. Man kennt dich vielleicht noch nicht, aber wer bitte kennt nicht die Men’s Health, das ZDF oder die Vogue?

Bekannt aus Marathonfitness
da z.b. Jendrik von Marathonfitness (er schreibt da als „Mark Maslow“)

Du kannst nicht so unseriös sein, wenn so große Nachrichtensender oder Zeitungen schon über dich berichtet haben.

Vorher Nachher Bilder und Kundenbewertungen

Kaum etwas wichtiger als die Erfolge deiner Klienten als Bild festzuhalten. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Von Kunden im Internet Gefunden werden (Traffic)

  • Werbeanzeigen (vor allem Facebook Ads oder Google Ads)
  • Links von den richtigen Webseiten über die dich Besucher finden z.B. Interviews die du gegeben hast in Textform, als Video oder Podcast oder weil du speziell positioniert bist und z.B. Müttern nach der Schwangerschaft hilfst den Babyspeck zu verlieren – in dementsprechenden Foren wirst du dann auch verlinkt
  • Über eine hohe Positionierung bei Google (Dafür wichtig Suchmaschinenoptimierung oder „SEO“)

Mit SEO auf Platz 1 kommen?

Was bringt dir jetzt die beste Webseite wenn du nicht gefunden wirst?

Dafür müssen wir nachvollziehen wie Kunden sich einen Personal Trainer suchen. Das läuft entweder vor allem über Empfehlung (von deinen Kunden, anderen Trainern oder Fachkräften) oder indem Sie im Internet suchen bzw. zufällig auf deiner Seite landen.

Man kann zwar auch SEHR viel tun um Offline weiterempfohlen zu werden, aber konzentrieren wir uns erstmal auf die Kunden die online auf dich stoßen.

Sie können versuchen ihre Probleme zu suchen – oder sie suchen ganz gezielt etwas wie „Personal Trainer Hamburg“.

Die individualisierten Suchergebnisse für "Personal Trainer Hamburg"
Die individualisierten Suchergebnisse für „Personal Trainer Hamburg“

Wie du schon sehen kannst – selbst wenn du alles richtig machst und bei Google auf Platz 1 landest (bei den „organischen“ Suchergebnissen), kann noch sehr viel vor dir sein!

personal trainer hamburg - adwords und local

Deswegen ist es bei einem lokalen Geschäft (Studios insbesondere) auch wichtig sich bei Google Maps einzutragen. Das machst du via Google My Business – das geht relativ fix und nur sehr wenige Trainer (und auch wenige Studios) machen das.

Dann wirst du auch bei Google Maps suchen gefunden. So sieht das dann bei einer Google Suche aus:

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Um Bewertungen bitten: Wichtig ist es hier auch noch ein paar deiner Klienten zu bitten dich auf Google Maps zu bewerten. Diese Bewertungen werden direkt bei deinem Google Maps Ergebnis angezeigt und können damit den Ausschlag geben ob sich jemand dein Angebot anschaut oder nicht.

„Soll ich mir einen SEO Experten anheuern?“

Finger weg von „SEO Experten“ oder „Seo agenturen“. Die allermeisten haben nicht umsonst einen negative ruf – „SEO“ ist oft ein schimpfwort. Suchmaschinenoptimierung ist mehr oder weniger eine „Dunkle Kunst“, weil der Google Algorithmus an sich unbekannt ist.

Niemand weiß wirklich wie der Algorithmus funktioniert. Aber deswegen wird natürlich trotzdem viel versprochen. Vergiss nicht: Ein (verbales) Versprechen ist leicht gemacht – gehalten werden kann es in diesem Bereich einfach nicht.

Aber grundliegende Dinge wie viele Backlinks von großen, etablierten Seiten zu haben und darauf zu achten, dass die Seite schnell läd und für Besucher vertrauenswürdig ist, hilft praktisch immer.

Das Problem mit gekauften Links

Viele kaufen oder erstellen bergeweise links von „link farmen“. Das sind leere oder mit automatisch generierten Artikeln (= niemand liest das oder besucht es) vollgestopfte Seiten, die dann auf deine Seiten linken. Google straft derartiges aber auch ab. So kannst du vielleicht kurzfristig hoch bei Google erscheinen, wirst aber mittelfristig bestraft werden.

Das kannst du für einen Platz weit oben tun

Wenn du dich mit den Grundlagen beschäftigen willst, empfiehlt sich der Beginner Guide to SEO von Moz.

Saubere „Permalinks“ bzw. „Slugs“

Wir wollen „saubere“ Links. Die sind nicht nur schöner, sondern sind aus einer Vielzahl von Gründen besser für dein Ranking. Alles auf deiner Seite sollte für Nutzer möglichst verständlich und leicht zu bedienen sein. Damit sollten auch Links keine kryptischen Zahlenreihen oder Buchstabensalat sein, sondern klar zeigen was unter dem Link dann wirklich zu finden ist – bevor du draufdrückst.

In WordPress und anderen Content Managment Systemen sind aber leider oft unsinnige Voreinstellungen am Werk. Dann sieht das eher so „deinedomain.de/?p=241“ (die Nummer der Seite bei WordPress) als so: „deinedomain.de/artikel“  aus.

Fazit: Ändern! (In Wordpress ganz einfach in Einstellungen > Permalinks)

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Sich den Topplatz einfach kaufen – Google Adwords

Dafür musst du dir einen anderen Experten holen. Ich kenne mich da nicht gut genug aus um dir hier weiterzuhelfen. Es gibt viele Adwords und SEM (Suchmaschinenmarketing) Experten da draußen – sofern du das Budget hast, kann das eine gute Wahl sein.

Weitere Möglichkeiten für Traffic

Alles was hier kommt musst du unter dem Gesichtspunkt betrachten – Wo treiben sich deine Kunden rum?

Du willst die richtigen Besucher auf deiner Seite – nicht irgendwelche. Viele Besucher sind was tolles für dein Ego und für Kooperationen (Du:“ich habe 10,000 Besucher im Monat auf meiner Seite“ „oh, hier sind ein paar kostenlose Produkte“)

Frage deine Kunden!

Wege deine Kunden zu erreichen:

  • Facebook Ads – lohnt sich auch nur wenn du ein funktionierendes System hast. Du musst wissen, dass oben reingestecktes Geld unten mehr Umsatz bedeutet.
  • Social Media Präsenz – sei es auf Instagram, Facebook oder in Foren
  • Interviews geben bei Nachrichtensendern, Blogs (sogar Facebook seiten) oder Zeitungen (alles am besten online, da es auch Backlinks bringt).
  • Podcast Interviews – Wenn du dazu eine kleine Anleitung willst, schreib mir einfach.

Sicher dich ab bei der Kundengewinnung

Bei der Kundengewinnung musst du extrem vorsichtig sein: Niemals alle Eier in einen Korb legen.

Deine Kunden sollten auf mehreren Wegen über dich stoßen. Wenn deine Kunden dich über direkte Empfehlung finden, beim Googlen und du auf sozialen Medien mit einem größeren Publikum vertreten bist, hast du dir eine ordentliche Basis aufgebaut.

Wichtig: Eine gut funktionierende Webseite löst ein geschäftliches Problem für dein Unternehmen – nicht einfach nur ein technisches. Damit ist auch die gesamte Positionierung und Spezialisierung deines Unternehmens so wichtig. Es geht nicht nur darum eine effektive Webseite zu haben, sondern eine effektives Unternehmen. Wenn du mehr darüber wissen willst, pack deine Emailadresse unten rein und schreib mir zurück wobei genau du Hilfe brauchst. Ich helfe gerne!