Wiktor Baranowski

Wiktor Baranowski über sein Webseiten Review:

Wiktor BaranowskiDominik hat sich viel Zeit genommen, um jedes Detail meiner Website individuell zu bewerten. Auch wenn sein Feedback manchmal schnörkellos und hart daher kommt, so ist es doch immer zielgerichtet und ehrlich. Er kommentiert die Seite in dem Moment, in dem er sie sieht und spricht dabei laut das aus, was meine Besucher sonst nur für sich still und leise denken. Genau so ein ehrliches Feedback braucht man allerdings um eigene Schwächen aufzudecken und sich zu verbessern.

Ich hatte mir erhofft ein individuelles Feedback mit Tipps zu erhalten und genau das habe ich bekommen.

Was sich dann getan hat kann ich noch nicht so gut bewerten. Unsere Zusammenarbeit besteht noch nicht so lange, als dass ich bereits jetzt die Veränderung bewerten könnte.

Wiktor Baranowski mit KettlebellBesonders hilfreich war folgendes:
– Konkretes Feedback zum ersten Eindruck die meine Seite macht
– Aufzeigen von Unklarheiten, die bei der Betrachtung meiner Seite ergeben
– Tipps, wie ich mehr Leads erhalte und meine Kunden sich weniger verlaufen

Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich glaube, dass in der eigenen Website ganz viel ungenutztes Potential schlummert. Jeder sollte diesen Bereich des Marketings professionell angehen.

Seine Webseite im Review (Func-Fit.de)

 

Heiko Eich – „Ein bischen was umgesetzt und schon 4 neue Anfragen“

Heiko Eich (http://www.heiko-eich.de/) über sein Review:

Heiko Eich

Ich bin mit der mit der Hoffnung gekommen, endlich zu erfahren, welche Fehler ich auf meiner Seite mache und wie ich diese verbessern kann.

Die offene und ehrlich sowie konstruktive Kritik hat mir am besten gefallen, genauso wie die sehr schnelle Bearbeitung.

Am meisten geholfen hat mir die Beratung bei der Struktur der Webseite, bei Tipps zum content und beim richtigen Call to Action.

Ich würde die Beratung auf jeden Fall weiterempfehlen.

Ich bin Dominik sehr dankbar für seine Hilfe. Nach über 2 Jahren habe ich endlich jemanden gefunden, der mir nichts für teuer verkaufen, sondern der wirklich helfen will.

Dazu muss man auch wissen, dass seine Webseite nicht nur teuer, sondern schädlich war:

Heiko Eich webseiten Kosten

Ca 4 Wochen später meldet sich Heiko wieder:

„Wollte dir mal ein wenig Feedback geben zu den Änderungen. Habe noch nicht alles umgesetzt, aber alleine das bisschen hat dafür gesorgt, dass ich 4 Anfragen in 4 Wochen hatte. Und daraus 1 Kunden gewonnen habe. Dankeschön!“

Hier der Chatverlauf:

Heiko Eich mehr Kunden als Personal Trainer

 

Interview mit Jan Rosenthal – Der Studioleiter des HAW Studios am Berliner Tor

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So ist Jan zum Kraftsport gekommen

Dominik: Wie kommst du zum Sport? Wie zum Kraftsport?

Jan: Ich komme ursprünglich aus dem Handball, also aus einem Mannschaftssport. Auch in diesem Bereich wird Krafttraining in der Vorbereitungsphase genutzt, leider nur in der Vorbereitungsphase und nicht durchgängig die ganze Saison. Das würde vieles stark verbessern. Man würde Kraftwerte, Koordination, Stabilität im Rumpf, als auch Beweglichkeit mindestens erhalten – viel eher würde man das alles von Saison zu Saison verbessern können.

Eine Knieverletzung durch das Handballspielen hat mich zur Pause gezwungen. Bei so einer Verletzung fällt dir ganz schnell die Decke auf den Kopf. Du gehst von 4-5 Einheiten pro Woche auf gar keine mehr. Damit blieb mir nicht viel außer „pumpen“ zu gehen.

Aber so schmerzhaft wie das damals war – darüber bin ich auch zum Kraftsport gekommen und habe extrem viel an meiner Mobilität gearbeitet. Mittlerweile steht der Kraftsport vor dem Handball.

Jan
Jan kann den Ball jetzt noch härter ins Tor schmettern

Hättest du mich gesehen vor 10 Jahren… da war ich noch flexibel wie ein Amboss. Beim Handball braucht man diese Mobilität eben nicht zwingend, auch wenn sie sehr hilfreich ist. Wenn ich da manche Handballer sehe, wundere ich mich, dass ihnen noch nichts wehtun zu scheint.

Jan hat auch zuhause viele Bücher zum Thema und einiges an Ausstattung z.B. für „Mobility“ Training:

Bücher und Ausrüstung

Jan liest nicht nur Bücher und bildet sich bei Seminaren fort – er ist auch ein absoluter Praktiker.

Bei 87 kg liegt sein Kreuzheben PR bei 220 kg (>2,5 x Körpergewicht) und seine Kniebeuge bei 155 kg (>1,7 x Körpergewicht).

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Kreuzheben mit 190 kg:

Kniebeuge mit 110 kg:

Welche Fehler machen Trainierende?

Dominik: Wie sollte ein Einsteiger ins Training einsteigen?

Jan: Da habe ich folgende Faustregel: „Technik und Beweglichkeit vor Intensität“

Außerdem sollte es ein auf den Trainierenden und seine Ziele abgestimmter Trainingsplan sein, nicht der einer Freundin oder eines Kumpels.

Jeder der sich im Fitnessstudio anmeldet weiß erstmal alles. Er braucht also gar keinen Plan.

Dann fängt er an eine Übung zu machen und fragt ob man ihm einen Tipp geben kann. Und dann schaut man mal kurz über den Plan und muss überhaupt erstmal fragen: „Was ist dein Ziel?“

Dann muss man dem Trainierenden oft erklären, dass der Plan zwar ganz schick ist, aber der Plan gar nicht für ihn und seine Ziele geeignet ist.

Viele kommen eigentlich mit den gleichen Zielen ins Studio: Die allermeisten wollen „gut aussehen“.

Bei den Männern ist es vor allem „mehr Muskelmasse“ und bei den Frauen vor allem das Abnehmen. Man muss oft etwas genauer nachbohren bis man bei den eigentlichen Zielen ankommt. Häufig wollen sie das gar darüber reden was sie eigentlich wollen. Eigentlich denken sie „Ich bin zu dünn“ (gerade Männer) oder „Ich bin zu dick“.  Sie sagen aber oft nur „fit werden“ oder an der Gesäßmuskulatur und den Beinen hätte ich gerne etwas „straffere Muskeln“.

Öfters kommen sie auch mit gar keinen konkreten Zielen, sondern haben sich im Fitnessstudio angemeldet und denken „ich muss fitter werden“ (gerade zum neuen Jahr).

Die klare Zielsetzung ist aber ganz entscheidend dafür, wenn man Erfolg haben will. Wenn man nicht weiß wo man hin will: Wie will man in die richtige Richtung gehen?

Sehr oft hört man auch: „Welches ist die „beste“ Übung für den Bizeps?“

Es gibt nicht die „beste“ Übung und die „schlechteste“ Übung. Die beste Übung ist die Übung, die man regelmäßig ausführt und bei der man Fortschritte sieht.

Die eigentliche Frage ist, was die beste Übung für DICH ist.

Dominik: Wie hast du das Studio verbessert, seit du dort Leiter bist? (Eine detaillierte Vorstellung mit vielen Bildern gibt es hier.)

Jan: Wir haben einen Haufen neue Geräte und Ausrüstung besorgt um das Studio zu verbessern. Wir haben eine große, freie Mattenfläche erstellt auf der frei mit Kettlebells, Ringen, Plyoboxen oder auch Suspension-Trainern gearbeitet werden kann. Kleingruppen können darauf auch wunderbar zusammen z.B. Mobilität und Stabilität trainieren.

Das Studio spiegelt die Philosophie des Studioleiters wieder. Wenn ich nur den Bauch etwas trainieren will, dann brauch ich nur eine simple Matte und ein paar Geräte.

Ich will hier aber die Möglichkeiten für richtigen Kraftsport und vernünftiges Training anbieten.

Dominik: Es gibt ja viele unsinnige Trainingskonzepte – was fällt dir denn dazu ein?

Jan: Da fallen mir vor allem die Fußball Vorbereitungsvideos ein, wo sie auf dem Bosu Ball Liegestütze machen. Klar, man könnte sagen sie trainieren auch die Rumpfmuskulatur (Stichwort: „funktionelles“ Training).

Aber was bringt es einem Fussballer mit einer Hot Iron Stange und 2 kg links und rechts eine „Pseudo Overhead Press“ zu machen? Der braucht eigentlich eine vernünftige Kräftigung der Beine und des Rumpfes.

Stabilitätstraining und Koordination brauchen Athleten definitiv auch. Aber Kniebeugen nur auf einem Gymnastikball zu machen ist eine Zirkusübung.

Dominik: Wie stehst du zum Thema Übungsausführung im Studio?

Jan: Jeder darf hier so trainieren wie er möchte, aber es wird trotzdem auf die Technik und Übungsausführung geguckt. Wir achten darauf, dass es eine vernünftige Technik ist und keine absolute Katastrophe, damit keine Verletzungen entstehen können.

Es geht bei uns mehr ins athletische und freie Training. Klar wenn jemand ein Gerät benutzen will, kein Problem. Oder wenn jemand unter spezielle Problemen leidet (Verletzungen z. B.).

Aber wenn ich eine Kniebeuge mache – schau dir an welche Muskelgruppen da alle beteiligt sind. Da müsstest du Oberschenkelvorderseite, Oberschenkelrückseite, Rumpf stabilisieren, Hintern trainieren und Waden – das habe ich alles schon in einer Bewegung abgedeckt. Und habe einen vernünftigen Bewegungsradius und kann mir auch problemlos im Alltag die Schuhe zubinden.

Dominik: Das ist viel  mehr als in den meisten Fitnessstudios, wo die Trainer gar nicht wissen wie eine saubere Ausführung aussieht. Die denken sich dann beim Kreuzheben „Hey das Gewicht wird irgendwie nach oben bewegt. Das ist schon ok so.“

Jan: Genau. Aber unsere Trainer trainieren auch selber frei. Ich kann mich darauf verlassen, dass hier alle Kniebeugen und Kreuzheben beibringen können. Und sie auch selber machen können, damit sie herausfinden, wie es sich anfühlt Probleme dabei zu haben und sich zu verbessern. Damit es nicht nur die reine „Theorie“ ist und man die typischen Fehler bei den Grundübungen selber kennt.

Bei vielen freien Übungen und vor allem den Grundübungen muss von unserer Seite aus sehr stark drauf geachtet werden, den Trainierenden eine vernünftige Technik beizubringen, denn häufig fehlt es an einer guten Körperwahrnehmung um diese Übungen sauber auszuführen. Häufig kommt zu einer nicht ganz ausgeprägten Körperwahrnehmung auch eine eingeschränkte Beweglichkeit. An Körperwahrnehmung, Technik und Beweglichkeit wird hier viel in Kleingruppen mit entsprechend qualifizierten Kursleitern gearbeitet und es gibt sehr gute Erfolge bei den Trainierenden.
Das wäre ansonsten echt teuer und man muss erstmal einen Trainer finden.

Tiefe Kniebeugen von Jan
Saubere, tiefe Kniebeugen sind sehr gerne gesehen

Dominik: Warum hast du das gemacht? Was treibt dich an?

Jan: Mich treibt an, auf dem aktuellen Stand zu bleiben und keinen reinen Gerätepark und entsprechende Trainingspläne zu erstellen. Ich möchte den Trainierenden ein gutes Studio zum Trainieren ermöglichen, in dem ebenfalls eine gute Atmosphäre herrscht.

Atmosphäre im Studio

Dominik: In den Hochschulsport Studio gibt es sehr viele Studierende, Dozenten, Akademiker und Professoren – reihenweise schlaue Leute, mit denen man sich richtig gut unterhalten kann. Es gibt einige gute Studios in Hamburg (gerade Leistungsbezogene), aber wenige haben so ein angenehmes Publikum.

Jan: Ja, wir haben ein extrem angenehmes Klientel hier. Ein sehr entspanntes und recht junges Publikum. Andere Studios haben höhere Gebühren und bieten dann oft nur Gerätetraining an, weil nur die älteren Trainierenden das dann auch bezahlen.

Dominik: Gibt es noch irgendwelche Dinge du gerne erreichen möchtest?

Jan: Ich arbeite viel an meiner Mobilität – würde gerne einen Spagat machen, aber bin davon noch weit entfernt.

Und natürlich an meinen Schultern – aber geringe Mobilität muss da ja kein Problem sein. Beim Handball hab ich damit kein Problem. Die Schulter ist so stabil, da kannst du jemanden dran ziehen lassen: Da passiert nichts.

Trotzdem arbeite ich daran, dass meine Overhead Squats schöner werden. Da ist die Schulter noch der limitierende Faktor.

Die Hüfte ist schon viel besser geworden als früher und macht keine Probleme mehr. Da arbeite ich aber auch schon sehr lange dran.

Dominik: Was würdest du den meisten Trainierenden empfehlen um an ihrer Beweglichkeit zu arbeiten?

Jan: Die Tiefe Hocke – mit Gewicht oder ohne. Je nachdem wie die Person sich anstellt.  Dabei dann in alle Richtungen bewegen (im Fußgelenk nach vorne und hinten und zu den Seiten) und dann auch Oberkörper rotieren – damit kannst du sehr viel abdecken. Du zwingst damit die meisten Leute nach 2 Minuten sich wieder hinstellen zu müssen, weil sie die Position muskulär noch gar nicht halten können. Das muss erstmal trainiert werden

Ich habe auch durch viel Arbeit an meiner Sprunggelenksmobilität und der Plantarfaszie meine Achillessehnenprobleme in den Griff bekommen. Dort hatte ich so starke Schmerzen, dass ich die Sehne fast gar nicht anfassen konnte.

Erst hatte ich probiert 8 Wochen nichts zu machen. Aber ohne Erfolg. Das zeigt wieder, dass eine komplette Pause genauso wenig bringen kann, wie zu viel Sport zu machen.

Davor hatte ich es noch mit exzentrischem Training probiert (was mir schon früher geholfen hatte). Aber ohne Erfolg. Das zeigt wie wichtig es ist mit dem richtigen Werkzeug an das Problem ranzugehen. Deswegen auch nicht nur an dem einen oder dem anderen Gelenk rummobilisieren, sondern immer wieder ausprobieren bis man etwas findet, das hilft.

Mit viel Hüft-, Fuß und Zehengelenksmobilisierung, sowie viel Arbeit an der Unterseite des Fußes bin ich die Schmerzen dann aber losgeworden.

Dominik: Was machen Leute immer wieder ganz falsch? Wo fasst du dir nur an den Kopf?

Jan: Es ist der klassische Fall: Leute kommen und müssen ganz viel machen.

Das Training ist ihnen sonst nicht produktiv genug. Nach dem Prinzip: Ich muss einen kräftigen Reiz spüren, damit ich weiß „das hat etwas gebracht“. Muskelkater und Erschöpfung ist aber nicht ausschlaggebend dafür, ob das Training produktiv war!

Es ist diese Bootcamp Methode: „Mach mich fertig. Ich will nach eine Dreiviertelstunde hier rauskriechen und total ausgepowert sein.“ Da wird Anstrengung mit Fortschritt verwechselt.
Als würde man in die Uni gehen und sich das Buch gegen den Kopf schlagen und sagen: „Mein Kopf tut weh – das war eine produktive Lerneinheit“.

Jan: Und nächstes Mal muss man ein schwereres Buch nehmen. ;)

Dominik: An welche schädlich Mythen glauben die Leute immer noch? Wovon musst du sie erst “deprogrammieren”, wenn du mit ihnen anfängst zu arbeiten?

  • Squats: Mein Physio sagt Knie hinter den Fußspitzen lassen. Schau dir Frontkniebeugen an – das hängt vom individuellen Schwerpunkt ab. Versuch mal da deine Knie hinter deinen Fußspitzen zu halten. Dann sitzt du auf dem Hosenboden oder du kannst die Stange gar nicht halten. Das funktioniert gar nicht.
  • Kraftausdauer zur Definitionsphase (auch wenn das weniger wird)
  • Viel hilft viel
  • Bei den Frauen: Das ist kein richtiger Frauentrainingsplan, da bekomme ich zu große Muskeln!

Dominik: Hat sich die Fitnessindustrie in den letzten Jahren verändert? In welche Richtungen?

Jan: Meiner Ansicht nach hat sich die Fitnessindustrie wieder stärker in Richtung freie Übungen wie Deadlift, Squats, aber auch Calisthenics und Gewichtheben orientiert. Die Mobilität ist auch wesentlich wichtiger geworden. Verständlich, schließlich braucht man für die freien Übungen auch mehr Beweglichkeit.

Calisthenics Übungen und Freeletics sind besonders populär – gibt auch den einen oder anderen der einen Handstand können möchte. Ich auch. ;)

Frauen und Fitness

Dominik: Wie sieht es denn bei Frauen aus?

Jan: Man sieht immer noch viele Frauen die vor allem an die Abduktion- und Adduktionsmaschinen gehen (für die Beine), aber auch immer mehr die Kniebeugen und Kreuzheben machen.

Dominik: Ich habe im Studio sogar schon sauberes Überkopfdrücken gesehen. Fand ich sehr beeindruckend das mit sauberer Technik zu sehen.

Jan: Die Frauen würden sich da nie zuviel Gewicht draufpacken. Männer müssen (zu) viel Gewichte draufpacken nach dem Motto „viel hilft viel“. Und bei Frauen geht da oft noch mehr.

Dominik: Vielen Dank für das Interview! Weiterlesen

Dr. Patrick Bangert über Dominik Dotzauer

Dr. Patrick Bangert, Diplom-Physiker, ehemaliger Dozent für Mathematik und CEO von algorithmica technologies (Auf Xing PB_web, bei algorithmica technologies):

Ich bin begeisterter Leser und Befolger von Dominiks Ratschlägen. Habe schon große Fortschritte gemacht indem ich andere ignoriert und ihm zugehört habe. Kann mich nur für seine Arbeit herzlichst bedanken!

Im Januar 2015 habe ich angefangen nach einem Jahr ohne Sport. Nach acht Monaten bin ich im fortgeschrittenen Kräftebereich und habe meine allgemeine Fitness (joggen) erheblich verbessert. Auch mein KFA sank von 18% auf 10%.

Was hat dir am besten bei den Ratschlägen/Informationen, die du von mir kennst, gefallen?

Der ganzheitliche Aspekt gefällt mir am Besten. Es wird die Nahrung, der Lebensstil und der Sport beachtet um ein Ziel zu erreichen. Es wird nicht versucht nutzloses Zeug zu verkaufen, sondern das angeboten was auch was bringt obwohl damit kein Geld verdient wird. Im Studio wird der Aspekt Nahrung völlig ignoriert bzw. es werden höchstens diverse Shakes verkauft, die aber nachweislich nicht optimal sind. Auf Grund der Vorschläge von Dominik habe ich angefangen meine normale Nahrung umzustellen, Proteinshakes zu trinken und Kreatin zu nehmen.

Die sehr ausführliche Beschreibung der Grundübungen ist einzigartig und in höchstem Maße hilfreich. Man findet solche Anleitungen sehr selten und auch im Studio trifft man immer wieder auf Trainer und Mitglieder die fest vom Gegenteil überzeugt sind. Als Empiriker bin ich fest davon überzeugt alles auszuprobieren was sinnvoll erscheint. Nach acht Monaten Training (laut dem 5×5 Plan plus ein paar Extraübungen für den Rumpf und die Arme) kann ich inzwischen mehr Gewicht bewegen als meine Trainingskollegen, die schon erheblich länger im selben Studio sind. Ergo, das System laut Dominik funktioniert.

Ich dachte “ich will’s endlich mal gescheit machen.” Dann habe ich gesucht und mich erkundigt und bekam von einem Freund die Empfehlung mir Dominiks Arbeit anzuschauen. Da bin ich dann fündig geworden. Es wird so viel Unterschiedliches erzählt und da ist man natürlich skeptisch wenn wieder jemand sagt, dass er nun Recht hat. Aber die Argumente sind einleuchtend und dann muss man die Sache einfach mal testen.

Nach zwei Monaten war ich überzeugt, dass seine Ratschläge einfach funktionieren weil ich sie am eigenen Leib erfahren hatte. Jetzt halte ich mich strikt daran und mache gute Fortschritte in absehbarer Zeit. Nun trainieren auch einige Freunde und Verwandte auf Grund meiner Empfehlung nach diesen Ratschlägen.

Die Anleitungen zu den Grundübungen und den Ergänzungsmitteln sind absolut super. Diese Informationsdichte ist einzigartig und alleine sehr schwer zusammenzutragen. Die Beobachtung, dass der Trainingsplan für alle mit dem gleichen Ziel gleich sein kann war auch sehr wertvoll.

Das Geheimnis ist so lange beim Training und der Nahrung durchzuhalten bis die Erfolge wirklich sichtbar werden. Kraft geht schnell hoch, aber bis man es im Spiegel sieht vergehen doch ein paar Monate. So lange muss man dran bleiben. Aber dann kann man sehen, dass wenn man die Dinge richtig macht, man viel schnellere Erfolge erlebt.

Ich habe Dominiks Arbeit bereits vielfach weiterempfohlen und werde es weiterhin tun. Auf dem Fitnessmarkt und im Studio gibt es nicht nur Ignoranz, sondern viel aktive Fehlinformationen. Dem muss entgegengewirkt werden.

Trainer und Ausbilder Stefan Morawietz im Interview

 

Stefan Morawietz, Fitness Coach, Trainer Actic Fitness
Stefan Morawietz – Fitness Coach und Ausbilder bei Actic Fitness

Dominik: Vielen Dank dass du das Interview gibst! Fangen wir doch gleich an – Wer bist du und was machst du?

Stefan: Ich arbeite seit ein paar Jahren für eine schwedische Fitnesskette (als Ausbilder der Trainer hier in Deutschland), und diese Blogs und meine FB-Seite waren ursprünglich als ergänzender Input für die Teilnehmer meiner Schulungen und Workshops, sowie für die von mir betreuten Fitnesssportler in unseren Studios gedacht.

Diese Blog-Sammlung wurde mit der Zeit immer umfangreicher, und so habe ich erst kürzlich eine öffentliche FB-Seite online gestellt, auf der jetzt alle meine Blogs zu lesen sind.

Hier mal der Link.

Dort werde ich auch weiterhin Beiträge zum Thema Fitness, Ernährung, Krafttraining usw. posten.

Ich habe eine längere Zeit im Ausland gelebt, das hat meinem Englisch nicht geschadet. Mein erstes Büchlein habe ich tatsächlich auf Englisch verzapft. Das war aber auch eine schwere Geburt!

Ehrlich gesagt, lese ich zurzeit nicht sehr viel englische Fachartikel. Ich hab mal ne Zeitlang T.C. Luoma gemocht (wegen seines anschaulichen Schreibstils), Jason Ferrugia lese ich auch mal ab und zu. Ansonsten mag ich die klassischen Bücher von Stuart McRobert und natürlich Mike Mentzer.

Dominik: Wie kommst du in den Bereich?

Stefan: Ich habe seit frühester Kindheit Kampfsport gemacht und in dem Bereich auch 15 Jahre lang als Trainer gearbeitet. Ich hatte als etwa Zwanzigjähriger ein kurzes Zwischenspiel als Bodybuilder, musste mich dann aber irgendwann entscheiden und wurde schließlich Mitglied der deutschen Wushu-Nationalmannschaft. Natürlich habe ich neben dem Kampfsport auch immer intensives Kraft- und Konditionstraining betrieben. Anfang 2000 bin ich dann für sechs Jahre nach China gegangen und habe mich dort als Stuntman, Schauspieler und Personaltrainer durchgeschlagen. Seit 2008 bin ich wieder in Deutschland und wohne zurzeit in Wolfsburg. Ich habe dort angefangen, als Fitnesstrainer zu arbeiten, einen Haufen Trainerscheine und Lizenzen gemacht und bilde wie gesagt inzwischen für eine große schwedische Fitnessstudiokette deutschlandweit die Flächentrainer aus.

Stefan Morawietz bei Trainer Fortbildung/Ausbildung
Nachdem Stefan 6 Jahre in China als Stuntmen, Schauspieler und Personaltrainer gearbeitet hat, wohnt er nun wieder in Deutschland und bildet für eine der größten schwedischen Fitnessstudioketten Trainer aus.

Dominik: Wie siehst du die Fitnessindustrie? Was ärgert dich da total?

Stefan: Schon den Ausdruck “Industrie” im Zusammenhang mit Fitness finde ich etwas seltsam. Fitness ist Big Business geworden, und eine Menge Leute, die mit Gesundheit und Sport noch nie vorher etwas am Hut hatten (oft auch nach wie vor nicht ernsthaft haben), verdienen sich damit jetzt eine goldene Nase. Solange die Qualität darunter nicht leidet, habe ich auch weiter kein Problem damit.
Ich liebe es, in der Fitnessbranche zu arbeiten, trotzdem stören mich natürlich ein paar Dinge: die meist schlechte Bezahlung oft erstklassig ausgebildeter und hochmotivierter Trainer (besonders in vielen großen Ketten, die Millionengewinne einfahren, aber Dinge wie Betriebsräte, fairen Urlaubsanspruch und angemessenes Gehalt unterdrücken).

Studios werden mehr und mehr von Kaufleuten und nicht von Sportlern oder Gesundheitsexperten geleitet, was zur Folge hat, dass immer weniger Personal in immer weniger Zeit immer mehr Aufgaben verrichten muss. Das führt dazu, dass zum Teil sehr gute Trainer auch von den Mitgliedern eher als billige “Mädchen für alles” angesehen werden, anstatt als die qualifizierten Fachkräfte in der Gesundheitsprävention, die sie ja eigentlich sind bzw. sein sollten.

Ich bin in Sportvereinen und kleinen privaten Fitnessstudios groß geworden, wo der Coach mit großem Respekt behandelt wird, und tue mich immer noch schwer damit, Sport- und Fitnesstrainer als reine Dienstleister und Sevicekräfte, vergleichbar mit einer Empfangsdame im Sonnenstudio oder einem All-Inclusive-Animateur, anzusehen. So lässt sich nur schwer ein wirklicher Berufsethos in unserem Bereich entwickeln.

Eine andere Sache, die mich wurmt, ist der Hang zur Scharlatanerie, der in unserem Metier seit jeher weit verbreitet ist. Anstatt mit sportwissenschaftlichen Fakten wird viel zu oft bewußt mit rein kommerziell orientierten und letztlich unhaltbaren Werbeversprechen gearbeitet.

Dominik: Was machen Trainer oder Coaches viel zu oft falsch?

Stefan: Es ist nicht immer einfach, im Fitnessbereich mit “falsch” oder “richtig” zu argumentieren. Alles hängt von der Zielsetzung ab. Da liegt das Hauptproblem. Natürlich trainiere ich mit einem Leistungsbodybuilder, der nur aufpacken will und dem seine Gesundheit dabei relativ wurscht ist, anders als mit Muttchen Brammel, die es bei der Gartenarbeit manchmal im Rücken hat. Aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit gehen viele Trainer grundsätzlich nach Schema F vor.

Stefan Morawietz mit Kundin, Personal Training, Actic Fitness
Das pauschale Vorgehen vieler Trainer stört Stefan, deshalb hat individuelle Beratung bei ihm oberste Priorität

Besonders im Bereich Cardio und Körperfettreduktion wird viel total veralteter Murks gemacht. Die Trainingsplanung hängt aber immer von der individuellen Zielsetzung ab. Viele Trainer beschäftigen sich auch einfach zu wenig mit Sportwissenschaft, und wenn sie es tun, dann setzen sie es nicht um, weil viele Kunden lieber eine schöne Lüge als eine unbequeme Wahrheit hören wollen.

Unterm Strich ist es mir aber immer noch lieber, die Leute trainieren nicht ganz “optimal”, als wenn sie gar nicht trainieren.

Ein weiterer großer Minuspunkt ist die mangelnde Trainingssteuerung bzw. teilweise unterirdische Betreuung. Trainingsprotokolle, Anamnese und Ernährungsberatung sind in vielen Studios immer noch Fremdwörter.

Dominik: Was würdest du einem Trainer oder Coach, der noch am Anfang steht, besonders ans Herz legen?

Stefan: Ich habe es ja schon angedeutet, man sollte sich meiner Ansicht nach intensiv mit der aktuellen Sport- und Trainingslehre befassen. Fortbildung ist angesagt. Es hat sich viel getan, gerade im Bereich Krafttraining… aber viele Trainer sind immer noch auf dem Stand von vor 30 Jahren. Ich selbst habe in Seminaren gesessen, in denen der Referent sein Wissen über Trainingsmethodik zum größten Teil aus der FLEX hatte!

Stefan Morawietz bei der Trainer Ausbildung, Fitness, Trainer, Actic Fitness
Solides Fachwissen ist das Fundament um ein guter und erfolgreicher Trainer zu werden

Man muss also etwas Zeit und Geld in seine Ausbildung investieren, wenn man auf der Fläche ernstgenommen werden will. Leider ist das Ausbildungsniveau im Fitnessbereich auch nicht unbedingt flächendeckend gleich hoch, da es gesetzlich nicht geregelt ist. Ein schön bedrucktes Blatt Papier mit einem Stempel ist noch lange kein Garant für solides Fachwissen und Trainingserfahrung.

Dominik: Was hast du nur mit viel Mühe und Schmerzen über die Jahre gelernt – aber bist davon überzeugt, dass es das mehr als wert war?

Stefan: Ich habe mit Mühe und Schmerzen gelernt, dass man sich gerade im Krafttraining viel Mühe und Schmerzen ersparen kann, wenn man erkennt, dass hier weniger oft mehr ist… und dass man sich als Kraftsportler auch manchmal zum Pausieren zwingen muss, wenn man seine eigenen Fortschritte nicht sabotieren will.

Wer sich nicht durch Übertraining oder Verletzungen um die Früchte seiner harten Arbeit bringen möchte, der sollte lernen, auch mal auf die Warnsignale seines Körpers zu hören.

Die “Was-mich-nicht-umbringt-macht-mich-nur-noch-stärker”-Attitüde vieler Bodybuilder und Fitnessathleten hat schon so manche Sportkarriere frühzeitig beendet.

Über die Jahre wird Zeit immer wertvoller. Und es gibt tatsächlich auch noch ein Leben außerhalb des Studios, der Turnhalle, der Box oder was auch immer.

Ich habe aber auch gelernt (lernen müssen!), dass Hochleistungssport nichts mit Gesundheit zu tun hat. Trotzdem habe ich meine Zipperlein immer noch lieber vom Sport als vom Rumsitzen.

Dominik: Welchen Trainern hilfst du besonders gerne?

Stefan: Ich mag Menschen, die offen und wissbegierig sind. Das Schlimmste sind “alte Hasen”, die von ihrer Meinung, sei sie auch noch so abwegig und überholt, durch keine wissenschaftliche Erkenntnis oder logische Schlußfolgerung abzubringen sind. Was nicht heißen soll, dass Verbohrtheit irgendwie vom Alter abhängig wäre.

Stefan Morawietz mit Trainer bei Fortbildung
Mit Trainern die sich auch auf etwas Neues einlassen arbeitet Stefan am liebsten

Am meisten Spaß macht es, mit Trainern zu arbeiten, die bereit sind, Neues auch am eigenen Leibe aus zu probieren. Wie will man jemanden für etwas begeistern, was man selbst nicht praktiziert?

Dominik: Was muss ein wirklich guter Trainer können?

Stefan Morawietz mit Kunden, Fitness, Bankdrücken
Fingerspitzengefühl ist nur eine wichtige Eigenschaft eines guten Trainers, fachliche Qualifikation und Professionalität spielen auch eine große Rolle

Stefan: Eine ganze Menge, denke ich. Erstmal muss er Fingerspitzengefühl haben und die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Dozieren sollte er auf der Fläche so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Trotzdem muss er in der Lage sein, auf Fragen angemessen zu antworten und sportliche Zusammenhänge und Übungsausführung knapp und präzise zu erklären und korrekt vorzuführen. Neben dieser fachlichen Qualifikation und Professionalität sollte er natürlich auch motivieren können und ein überzeugender “Botschafter” in Sachen Fitness und Gesundheit sein. Dabei muss er aber nicht zum ewig grinsenden Bespaßungs-Klon werden… er muss nur glaubwürdig sein und fähig, seine Trainingsversprechen einzuhalten und im Idealfall auch vorzuleben.
Ein wirklich professioneller Trainer ist sich immer seiner enormen Verantwortung bewusst und dementsprechend stolz auf den Job, den er macht.
Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Das empfindet jeder sicher anders. Viel zu vielen Mitgliedern im Studio reicht es völlig, wenn ein Trainer ihnen erzählt, was sie hören wollen.

Dominik: Jemand der noch nicht so gut ist – was sollte der tun um besser zu werden? Irgendwelche Bücher, Seminare, Fortbildungen o.ä. die du ganz stark empfiehlst?

Stefan: Ohne jetzt ein bestimmtes Lehrinstitut zu nennen, irgendeine Basis-Lizenz sollte jeder Trainer wenigstens gemacht haben, damit er über die nötigen Grundkenntnisse über Anatomie, Trainingslehre, Ernährung usw. verfügt. Jede Form der Weiterbildung ist begrüßenswert. Niemals stehen bleiben. In unseren Unternehmen machen wir In-House-Schulungen für unsere Mitarbeiter… das finde ich beispielhaft. Ich habe allerdings schon Hochschulabgänger mit einem Master in Sportwissenschaften kennengelernt, deren Wissen über Krafttraining bestenfalls rudimentär war… (dafür kannten sie die Basketball-Regeln aus dem FF). Das hängt wohl auch stark von der jeweiligen Uni ab. Wie auch immer: lesen, lesen, lesen. Und nicht nur die Muscle & Fitness oder die Memoiren von Arnold, sondern aktuelle Fachliteratur und evidenzbasierte Studien zum Thema Krafttraining, Ernährung und Ausdauertraining.

Dominik: Welche Fehler machen die Klienten und Kunden in der Fitnessindustrie? Worauf fallen sie rein oder auf welche Irrwege gehen sie? Wie hilfst du ihnen als Coach das zu vermeiden?

Stefan Morawietz hilft Kunden bei Training, Fitness, Maschinentraining
Viele Leute suchen immer wieder nach Abkürzungen, doch wer sich nicht anstrengt und seine Comfort-Zone nie verlässt, wird seine Trainingsziele nie erreichen

Stefan: Ich weiß nicht, ob Fehler das richtige Wort ist. Viele Menschen glauben einfach alles, sobald es irgendwo gedruckt steht. Aber nicht alles davon ist seriös oder wissenschaftlich haltbar. Gerade die populären Fitness- und Lifestyle-Magazine wie Shape, Fit for Fun oder Men’s Health verbreiten viel Unsinn und helfen dabei, dass viele Trainingsmythen einfach nicht tot zu kriegen sind. Man darf nie vergessen: solche Blätter sind vor allem kommerziell ausgerichtet. Wenn ich also in der Januar-Ausgabe lese, dass man mit einer einzigen Bauchmuskelübung wie z.B. Crunches (oder mit der richtigen Ernährung und einem Ganzkörpertraining sogar komplett ohne spezielles Bauchtraining!) lebenslang glücklich werden und ein super Sixpack erreichen kann, wozu sollte ich mir dann noch das Februar-Heft kaufen?
Noch schlimmer sind die Bodybuilding-Magazine, die mindestens zu einem Drittel aus Werbung für vollkommen überflüssige und lächerlich teure Nahrungsergänzungsmittel bestehen. Bevor Neumitglieder im Studio überhaupt eine Hantel angefasst haben, wollen sie wissen, ob der Einsatz von L-Carnitin oder BCAAs mehr bringt.

Da kann man sich als Coach schonmal den Mund fusselig reden. Trotzdem glaube ich, es ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, den Leuten reinen Wein ein zu schenken… auch wenn wir oft gegen Windmühlen ankämpfen müssen. Viele Menschen suchen nach Abkürzungen und haben völlig unrealistische Vorstellungen davon, was sie im Fitnesssport auf natürlichem Wege erreichen können. Aber es gibt keinen leichten Weg. Nicht falsch verstehen: es ist eine Menge machbar, und man kann sich immer verbessern… aber ohne Anstrengung, Schweiß und das Verlassen der Comfort-Zone werden wir unsere Trainingsziele kaum erreichen. Und was tatsächlich drin liegt, weiß man immer erst hinterher. Dass so eine sportliche Herausforderung und das Besiegen des inneren Schweinehundes auch richtig Spaß machen und unglaublich lohnend und befriedigend sein kann, müssen wir als Trainer halt glaubwürdig rüberbringen… und dann wird das irgendwann ein Selbstläufer.

Dazu muss man nicht unbedingt das Rad neu erfinden oder die Dinge unnötig verkomplizieren. Erfolg im Krafttraining ist eigentlich ganz einfach. Aber wie so oft im Leben sind die einfachsten Dinge oft die schwierigsten.

Dominik: Was sind deine Pläne für die Zukunft? Was willst du noch für dich erreichen?

Stefan: Erstmal die Weltherrschaft und danach sehen wir weiter. Aber im Ernst… frag mich was Leichteres. Ich will natürlich solange wie möglich fit und in Form bleiben. Training wird immer ein fester Bestandteil meines Lebens sein. Vielleicht schreibe ich auch mal ein Buch über Hochintensitätstraining… da gibt es im deutschen Sprachraum immer noch Bedarf, denke ich.

 

Form von Stefan Morawietz, Fitness, Bodybuilding, Trainer
Eine gute Form möchte Stefan so lange wie möglich halten

Wie lange ich mir den Stress als Referent und Ausbilder noch antue, steht in den Sternen. Im Moment macht das viele Rumreisen und Unterrichten noch Spaß, aber ich werde ja auch nicht jünger. Ich werde mir in jedem Fall bald ein kleines Team zusammenstellen, das mich bei meiner Arbeit unterstützt. Das Unternehmen, für das ich tätig bin, expandiert. Wir haben im Moment dreizehn Studios in Deutschland, es werden jedes Jahr mehr, und ich kann das Pensum kaum noch allein bewältigen.

Wie auch immer, meine Interessen sind sehr breit gefächert. Ich bin ein Allrounder und halte Abwechslung für die Würze des Lebens. Ich nehme es wie es kommt.

Dominik: Wie gehst du mit den “Glaubenskriegen” um? Es gibt ja sehr viele “Schulen” oder eher schon “Sekten”, die sich untereinander bekriegen. Was tust du wenn du auf Dogmen stößt? Ziehst du dich aus der Diskussion zurück oder argumentierst (u.a. zum wohle der stillen Mitleser) oder hast du noch eine andere Lösung gefunden?

Stefan: Da ich ja aus der HIT bzw. der Low-Volume-Ecke komme, bin ich mit solchen “Glaubenskriegen”, die ja lächerlicherweise seit Jahrzehnten besonders in den USA bis aufs Blut geführt werden, bestens vertraut und habe mich in der Vergangenheit immer wieder allzu gerne in nutzlose Diskussionen verstricken lassen. Dazu sind mir aber meine Zeit und meine Nerven inzwischen zu schade. Im Alter wird man ruhiger. Schon das Wort “Glauben” hat im Bereich der Trainingslehre nichts zu suchen. Ich arbeite lieber mit Wissen, und ich verweise jetzt nur noch auf die umfangreiche aktuelle Studienlage, die eindeutig belegt, dass so ziemlich jedes Trainingssystem zum Erfolg führen kann, sofern die Ausschlag gebenden Prinzipien erfüllt sind. Die sollte man allerdings kennen. Und da gibt es gar nicht so viele Dinge, die wirklich entscheidend sind. Es gibt da eigentlich überhaupt nichts mehr zu diskutieren. Ich befasse mich deshalb auch grundsätzlich nicht mehr mit Meinungen, sondern nur noch mit sportwissenschaftlich untermauerten Fakten. Ich bin schon lange nicht mehr als Missionar unterwegs…. was nicht heißt, dass mir die Verbreitung von Information nicht am Herzen liegt. Im Gegenteil. Sonst würde ich ja auch keine Facebook-Seite zu dem Thema betreiben.

Letztlich sind alle wichtigen Informationen da, man muss sich halt nur die Mühe machen, sie zu suchen. Und dann sollte man noch in der Lage sein, die Spreu vom Weizen, also die Fakten von den Mythen zu trennen. Das setzt natürlich ein gewisses Maß an Wissensdurst, gesundem Menschenverstand und geistiger Beweglichkeit voraus.
Ich bin gerne bereit mit jedem, der vernünftigen Argumenten zugänglich ist, über Trainingslehre, Ernährung usw. zu debattieren… und ich werde immer jedem Kunden nach bestem Wissen und Gewissen Rede und Antwort stehen. Aber nicht mehr auf Kosten meines Nervenkostüms und meines Seelenfriedens.

Im Grunde soll jeder nach seiner Fasson selig werden. Und wer nicht will, der hat schon.